Serviceleistungen » Stundenpläne » Stundenplan verstehen Zuletzt geändert am: 25.03.2017

Wie lese ich den Stundenplan richtig?

Bei der ESE nicht richtig aufgepasst und jetzt vollkommen hilflos? Oder schon viele Semester studiert und trotzdem nie recht begriffen, was eigentlich diese ganze Flut von Abkürzungen bedeuten soll? – Wir versuchen zu helfen! Hier also die drei wichtigsten Punkte, die du zum Stundenplan wissen solltest:

Ein Beispielstundenplan aus dem Verkehrsingenieurwesen im Wintersemester 08/09
Beispielstundenplan

Punkt 1: Welcher Plan gilt für mich?

Oben rechts auf den Studenplänen findest du den Bezeichner des Stundenplans in der Form a/b/c/d. Dabei stehen die Platzhalter (in Klammern das Beispiel im Bild oben) für:

aImmatrikulationsjahr (2008)
bFachsemester (1.)
cStudiengang (Verkehrsingenieurwesen)
dGruppennummer (1)

Feld Studiengang

Für den Studiengang (Feld c) gelten die Abkürzungen:

BA/VWIVerkehrswirtschaft, Bachelor
BAS/BANLVerkehrsingenieurwesen, Bahnsysteme, Schwerpunkt Bahnanlagen und Bahnbau
BAS/BS+TELVerkehrsingenieurwesen, Bahnsysteme, Schwerpunkt Bahnsicherung und -telematik
BAS/ÖPNVVerkehrsingenieurwesen, Bahnsysteme, Schwerpunkt Bahnbetrieb und Öffentlicher Personennahverkehr
BSIBahnsystemingenieurwesen, Master
BSI/BANLBahnsystemingenieurwesen, Vertiefung Bahnanlagen und Bahnbau
BSI/BBBahnsystemingenieurwesen, Vertiefung Bahnbetrieb
BSI/BS+TELBahnsystemingenieurwesen, Vertiefung Bahnsicherung und -telematik
BSI/ÖPNVBahnsystemingenieurwesen, Vertiefung Öffentlicher Personennahverkehr
MA/VWIVerkehrswirtschaft, Master
SYS/ÖPNVVerkehrsingenieurwesen, Verkehrssystemtechnik und Logistik, Schwerpunkt Bahn- und ÖPN-Verkehr
SYS/LUVerkehrsingenieurwesen, Verkehrssystemtechnik und Logistik, Schwerpunkt Luftverkehr
VIWVerkehrsingenieurwesen, 1.–4. Semester
VIW/EVSVerkehrsingenieurwesen, Planung und Betrieb elektrischer Verkehrssysteme
VIW/TELVerkehrsingenieurwesen, Verkehrstelematik
VIW/VPLVerkehrsingenieurwesen, Verkehrsplanung und Verkehrstechnik

Feld Gruppennummer (nur VIW)

Das Feld Gruppennummer (Bezeichner d) wird nur bis zum vierten Semester im Verkehrsingenieurwesen angewendet. Auf Basis der Nachnamen wird jeder Student zu Beginn des ersten Fachsemesters einer Gruppe zugeteilt (z. B. Nachname A–D = Gruppe 1, E–G = Gruppe 2, etc.). Diese Gruppenzuteilung hängt anschließend in einem Schaukasten im Gang des Dekanats (dort, wo auch Prüfungs- und Praktikantenamt zu finden sind) aus. Die einzelnen Gruppenstundenpläne unterscheiden sich nur durch die unterschiedlichen Übungen und Praktika. Die Vorlesungen sind für alle Gruppen gleich.

Die Gruppennummer stellt ein Instrument zur Sicherung der Studierbarkeit des Studiengangs dar. Denn: Halten sich alle Studenten wie vorgesehen an ihre Gruppenzugehörigkeit, dann sind alle Übungen automatisch gleichmäßig ausgelastet und auch die Arbeitsbelastungen (Doppelstunden pro Tag) sollten für jeden Studenten über die Tage halbwegs gleichverteilt sein. Dass in der Praxis Übungen verschiedener Gruppen miteinander kombiniert werden (siehe dazu auch den Gesamtstundenplan „G“, der sich immer am Anfang jeder Studenplansammung befindet), steht auf einem anderen Blatt...

Punkt 2: Welche Stunde, welche Woche?

aktuelle Wochennummer auf der FSR-Site
Wochennummer auf der FSR-Site

Das Zeitraster an unserer Fakultät (und für die allermeisten externen Veranstaltungen auch, die am Zentralcampus stattfinden) ist in Doppelstunden (kurz: DS) gegliedert. Eine Doppelstunde entspricht zwei Semesterwochenstunden (SWS). Eine Lehrveranstaltung mit 4 SWS (siehe Studiendokumente) wird demzufolge zweimal wöchentlich gehalten, eine mit nur 1 SWS einmal in zwei Wochen.

Zeitlich umfasst eine Doppelstunde 90 Minuten. Daraus ergibt sich folgendes Zeitraster:

1. DS7:30 – 9:00 Uhr
2. DS9:20 – 10:50 Uhr
3. DS11:10 – 12:40 Uhr
4. DS13:00 – 14:30 Uhr
5. DS14:50 – 16:20 Uhr
6. DS16:40 – 18:10 Uhr
7. DS18.30 – 20:00 Uhr

Lehrveranstaltungen können wöchentlich, zweiwöchentlich oder an Einzelterminen (Blockveranstaltung) stattfinden. Für die ersten beiden Fälle gibt es das Konstrukt der geraden und ungeraden Woche. Dabei gilt Folgendes:

1. Woche=ungerade Woche=Kalenderwoche, die nicht ohne Rest durch 2 geteilt werden kann (z. B. 37. KW)
2. Wochegerade Woche=Kalenderwoche, die ohne Rest durch 2 geteilt werden kann (z. B. 38. KW)

Als kleine Hilfe findest du die aktuelle Woche auch immer aktuell oben rechts auf unserer Webpräsenz eingeblendet (siehe Screenshot).

Punkt 3: Was habe ich nun eigentlich?

Für jede (gerade/ungerade) Woche und jede Doppelstunde (siehe vorhergehender Punkt) kann nun jeweils eine Lehrveranstaltung im Plan vorgesehen sein. Die drei Zeilen der Felder bedeuten dabei:

1. ZeileDozent
2. ZeileBezeichnung der Lehrveranstaltung
3. ZeileVeranstaltungsort/Raum

1. Zeile

Der Dozent, der hier vermerkt ist, ist immer ein Hochschullehrer mit Lehrbefugnis. Er ist für die Lehrveranstaltung formal verantwortlich. Alternativ kann auch ein Platzhalter eingefügt sein, z. B.:

u. a.und andere
N. N.Person noch zu benennen
TUTORein (studentischer) Tutor, also eine Hilfskraft, dessen Namen auch noch niemand kennt / verraten mag

Es kann vorkommen, dass der verantwortliche (also hier abgedruckte) Hochschullehrer nicht die Vorlesung hält, sondern die Aufgabe ohne weitere Notiz an einen Mitarbeiter abgibt.

2. Zeile

Diese Zeile gliedert sich in drei Felder a  b  c. Ausnahmen sind externe Veranstaltungen (z. B. Sprachen, im Beispielplan montags in der 5. DS). Feld a bezeichnet dabei den Veranstaltungstyp nach folgendem Muster:

1. Buchstabe 2. Buchstabe

V

Vorlesung

O

obligatorisch

Ü

Übung

W

wahlobligatorisch

P

Praktikum

F

fakultativ

Der erste und zweite Buchstabe können dabei frei miteinander kombiniert werden. W und F beim zweiten Buchstaben unterscheiden sich dadurch, dass bei W zumindest eine aus vielen Veranstaltungen belegt werden muss (z. B. Wahlpflichtfächer im Verkehrsingenieurwesen), während bei F die Teilnahme an genau dieser Veranstaltung vollkommen freiwillig ist (z. B. Studium Generale/AQUA).

Feld b ist der Name der eigentlichen Veranstaltung, theoretisch so wie sie auch in den Studiendokumenten benannt ist. Praktisch wird aber oft (mehr oder weniger eindeutig) abgekürzt um die Feldbreite nicht zu sprengen.

Feld c ist ein Kürzel für die verantwortliche Fakultät zu der jeweiligen Lehrveranstaltung. Bei uns finden folgende Kürzel Verwendung:

BIWBauingenieurwesen
EuIElektrotechnik und Informationstechnik
INFInformatik
JFJuristische Fakultät
MAMathematik
MWMaschinenwesen
PHYPhysik
VWVerkehrswissenschaften „Friedrich List“
WWWirtschaftswissenschaften

3. Zeile

So hier nicht von einem Vereinbarten Ort die Rede ist (was in Kombination mit einem N. N. in Feld 1 zur Verzweiflung führen kann), findet sich an dieser Stelle der Veranstaltungsraum nach dem Muster a / b / c. Die einzelnen Felder bedeuten dabei:

a
Gebäudekürzel
b
Raumnummer oder -bezeichner
c
Raumart

Eine Liste der Gebäudekürzel (a) findet sich hier. Die Raumnummern (b) folgen leider keinem uniweiten Standard, eine Suche (inkl. Gebäudeskizze/Grundriss) kann aber bequem über den Campus-Navigator durchgeführt werden. Die Raumart (c) wird folgendermaßen kodiert:

HHörsaal = Raum mit fest verankerter Bestuhlung
PPraktikumsraumz. B.: Physik-Praktika bei den Verkehrsingenieuren
UUnterrichtssaal= alles, was in keine andere Kategorie fällt
ZZeichensaal = Raum ohne fest verankerte Bestuhlung