{"id":8477,"date":"2024-04-22T20:14:54","date_gmt":"2024-04-22T18:14:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fsr-verkehr.de\/?p=8477"},"modified":"2024-04-22T20:15:28","modified_gmt":"2024-04-22T18:15:28","slug":"pressemitteilung-des-studierendenrates-studierendenrat-der-tu-dresden-kritisiert-campuscard-auf-dem-abstellgleis-dresdner-verkehrsbetriebe-setzen-auf-smartphone-zwang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fsr-verkehr.de\/en\/pressemitteilung-des-studierendenrates-studierendenrat-der-tu-dresden-kritisiert-campuscard-auf-dem-abstellgleis-dresdner-verkehrsbetriebe-setzen-auf-smartphone-zwang\/","title":{"rendered":"Pressemitteilung des Studierendenrates"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Studierendenrat der TU Dresden kritisiert: Campuscard auf dem Abstellgleis &#8211; Dresdner Verkehrsbetriebe setzen auf Smartphone-Zwang<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Mit dem Beginn des Sommersemesters am 1. April 2024 haben die Studierenden der Technischen Universit\u00e4t Dresden die M\u00f6glichkeit, ihr Semesterticket bundesweit zu nutzen. Der damit jedoch ein\u0002hergehende Zwang zu einem Handyticket wird vom Studierendenrat (StuRa), der die Vertr\u00e4ge f\u00fcr das Semesterticket mit den Verkehrsbetrieben abschlie\u00dft, jedoch mit gemischten Gef\u00fchlen gesehen.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Die Einf\u00fchrung des Deutschlandsemestertickets wird von vielen Studierenden als bedeutender Fort\u0002schritt gesehen. Allerdings hat die vom Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und Dresdner Verkehrsbe\u0002trieben (DVB) durchgesetzte technische Umsetzung als Handyticket-L\u00f6sung nicht nur Zustimmung gefunden und f\u00fchrt im Alltag der Studierenden zu Problemen. So verf\u00fcgen nicht alle Studierenden \u00fcber ein Smartphone. Dar\u00fcber hinaus verlangt die Umstellung des Semestertickets auf Handytickets, dass alle Studierenden dieses auch immer ausreichend aufgeladen mitf\u00fchren.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Die DVB bieten auf Anfrage beim Studierendenrat auch eine kostenpflichtige L\u00f6sung f\u00fcr Studieren\u0002de ohne Smartphone an. Diese ist jedoch weder in Bezug auf Aufwand noch von den individuellen Kosten f\u00fcr die Betroffenen dem Handyticket gleichgestellt. Die Neuregelung sorgt insbesondere vor dem Hintergrund der k\u00fcrzlich erfolgten Einf\u00fchrung des neuen Studierendenausweises (Campuscard), welcher Mensa- und Bibliothekskarte sowie Semesterticket in einer Chipkarte vereint, f\u00fcr erhebliche Verunsicherung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Universit\u00e4t, dem StuRa und der DVB AG, sowie weiteren Kooperationspartnern wurden nach jahrelanger Vorbereitungen im Sommersemes\u0002ter 2023 ein Studierendenausweis eingef\u00fchrt, der den eTicket-Standard des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) erf\u00fcllt, welcher beispielsweise auch f\u00fcr die FAHRkarten der DVB genutzt wird. Diese Studierendenausweise entsprechend grunds\u00e4tzlich auch den technischen Anforderungen des Deutschlandtickets, f\u00fcr eine deutschlandweite Nutzung sind aber Anpassungen erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der Kurzfrisigkeit der Einf\u00fchrung hatten sich die Studierendenvertretung und die Verkehrs\u0002betriebe gemeinsam darauf verst\u00e4ndigt f\u00fcr das Sommersemester 2024 prim\u00e4r auf eine Handyl\u00f6sung zu setzen. Ziel sei es aber gewesen, f\u00fcr die folgenden Semester \u00fcber technische Anpassungen an der Campuscard zu sprechen. In diesem Punkt haben die Dresdner Verkehrsbetriebe nun jedoch einseitig Fakten geschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie den Studierendenvertretern k\u00fcrzlich mitgeteilt wurde, ist die DVB Ende M\u00e4rz ohne Ank\u00fcndigung aus dem Kooperationsvertrag zur Umsetzung eines Semestertickets auf der Campuscard ausgestie\u0002gen. Damit ist die Technische Universit\u00e4t nun nicht mehr in der Lage Chipkarten mit Semesterticket-\u0002Fahrberechtigung auszustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir nehmen mit gro\u00dfer Verwunderung zur Kenntnis, dass die DVB sich von einem frisch digitali\u0002sierten Chipkartensystem verabschieden will. Mit diesem einseitigen Schritt ist nach aktuellem Stand die Campuscard als Medium f\u00fcr das Semesterticket gestorben. Es stellt sich schon die Frage, ob nur wir Studierende schlechter behandelt werden sollen als alle anderen Kund:innen, oder ob die Tage der DVB-Chipkarten auch f\u00fcr andere Abokund:innen gez\u00e4hlt sind\u201c, so Nikodim Brickwell, Referent Mobilit\u00e4t des Studierendenrates TU Dresden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab dem 1. Januar 2025 fordern die Tarifbestimmungen des Deutschlandtickets, dass nicht nur Vor\u0002und Nachname, sondern auch das Geburtsdatum digital auf den Chipkarten gespeichert sind. Nach heutigem Stand enthalten die von der DVB ausgegebenen Chipkarten diese Merkmale jedoch nicht, sodass diese f\u00fcr alle Bestandskunden mit einem Deutschlandticket bis Januar 2025 getauscht werden m\u00fcssten. Nach Einsch\u00e4tzung des studentischen Verhandlungsteams ist es fraglich, ob die DVB bereit ist, alle Chipkarten zu tauschen oder auch hier auf eine Handyticket-L\u00f6sung wechseln m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cW\u00e4hrend andere Verkehrsbetriebe durch attraktive lokale Regelungen, wie zum Beispiel die Mit\u0002nahme von Fahrr\u00e4dern in Leipzig, erfolgreich die Studierenden als zuverl\u00e4ssige Kunden gewinnen, scheinen die Dresdner Verkehrsbetriebe gegen diesen Trend zu arbeiten. Dies f\u00fchrt dazu, dass bei uns die Forderungen immer lauter werden, alternative Optionen zu pr\u00fcfen.\u201d, erkl\u00e4rt Cao Son Ta vom Referat Mobilit\u00e4t des Studierendenrates der TU Dresden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>F\u00fcr weitere Ausk\u00fcnfte kontaktieren Sie uns gerne unter <a href=\"mailto:presse@stura.tu-dresden.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">presse@stura.tu-dresden.de<\/a> oder&nbsp; +49 351 463 34853.<\/em><br><\/p>\n\n\n\n<p><em>Hintergrundinformationen: Der Studierendenrat der Technischen Universit\u00e4t Dresden (StuRa TU Dresden) vertritt als gesetzliche veran\u0002kerte Studierendenvertretung die etwa 30.000 Studierenden der TU Dresden. Das Referat Mobilit\u00e4t des StuRa ist unter anderem f\u00fcr das Semesterticket zust\u00e4ndig und verhandelt dieses f\u00fcr die Studierenden. Die Studie\u0002renden der TU Dresden zahlen zusammen im Rahmen des Semestertickets pro Jahr etwa 8,5 Millionen Euro und tragen so zu einem nicht unerheblichen Teil zur Finanzierung der Dresdner Verkehrsbetriebe bei. F\u00fcr die M\u00f6glichkeit der Nutzung des MOBIbike-Systems zahlen die Studierenden zus\u00e4tzlich noch einmal etwa 300.000 Euro pro Jahr an die DVB<\/em>&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>(Text der Pressemitteilung des Studierendenrat der TU Dresden, Referent Mobilit\u00e4t)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Studierendenrat der TU Dresden kritisiert: Campuscard auf dem Abstellgleis &#8211; Dresdner Verkehrsbetriebe setzen auf Smartphone-Zwang &#8220;Mit dem Beginn des Sommersemesters am 1. 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