Über die ökologischen Folgen des Kriegs in der Ukraine
Am 22. Oktober 2026 um 18:30 Uhr zeigen solida und das Referat WHAT vom Studierendenrat (StuRa) der TU Dresden den Dokumentarfilm Divia von Dmytro Hreshko im Potthoff-Bau (Raum POT/06) auf dem Campus.
Die Ukraine rückt dieser Tage wieder ins Zentrum der internationalen Nachrichten: Vor dem Winter nehmen russische Angriffe auf die Energie- und Wasserversorgung erneut zu, während die politische Unterstützung aus den USA zwischen Zusagen und Rückzug schwankt. In Sachsen-Anhalt spricht sich der Landtag gar für ein Ende der europäischen Ukraine-Unterstützung aus.
Was dabei medial untergeht und kaum sichtbar wird, ist eine andere, stille Front: die Zerstörung von Natur und Umwelt. Verbrannte Wälder, verminte Felder, vergiftete Flüsse – Folgen, die über Jahrzehnte wirken werden, in der Ukraine und darüber hinaus. „Studien zeigen, dass ein einziger Kriegstag so viele Verminungen hinterlässt, dass es rund 30 Tage braucht, diese wieder zu räumen.“, schreiben die Organisatoren in einer Erklärung. „Die vollständige Entminung der Ukraine wird also Jahrzehnte dauern und viele Milliarden Euro kosten.”
Genau dieser übersehenen Dimension des Kriegs geben solida und das Referat WHAT mit der Vorführung von Divia Raum. Hreshkos Film arbeitet ohne Worte, aber mit Bildern von großer Wucht: Er zeigt, was der Krieg mit dem Land macht – und mit den Menschen, die versuchen zu retten, was noch zu retten ist. Minen entschärfen, ausgebrannte Panzer bergen, tausende Blindgänger wegräumen. Divia feierte 2025 beim Karlovy Vary International Film Festival Premiere und wird seitdem international gezeigt. Auf der Veranstaltung im Potthoff-Bau spricht Produzent Glib Lukianets über die Entstehung des Films und die Lage im Land.
Medienvertreter:innen sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Für Interviews mit den Veranstalter:innen oder mit Produzent Glib Lukianets vor Ort stehen wir vorab und am Abend selbst zur Verfügung. Um kurze Voranmeldung unter kontakt@solida.jetzt wird gebeten.
